Cebit 2011 Rückblick

Am Freitag, den 4. März 2011 ging es früh morgens um 6:00 Uhr im Tiefflug Richtung Hannover auf das Messegelände zur Cebit 2011. Der erste erfreuliche Punkt: Die Parkgebühren wurden nicht erhöht. Alle Hersteller von Rang und Namen waren wieder vertreten. Einige hatten sich jedoch leider im sog. „Planet Reseller“ für normale Konsumenten unerreichbar verschanzt.

Was sind die Trends des Jahres?

Die Konkurrenten in spe für das iPad - aus dem Hause Apple - haben Präsenz gezeigt. Viele waren mit dem aktuellen Android-Betriebssystem bestückt und trumpften mit Leistung oder zusätzlichen Funktionen. Auch einige Windows-Tablets wurden gezeigt. Da viele Hersteller den Trendsetter Apple zu spät ernst genommen haben, ist nun der Entwicklungsrückstand von 1-2 Jahren merklich spür- und sichtbar. Gerade nach der Veröffentlichung des iPad 2 sehen hier viele Modelle sehr alt aus. Trotzdem war zu bemerken, dass nun das Thema mit entsprechendem Ernst angegangen wird und so auf der Cebit 2012 sicherlich brauchbare Hardware präsentiert wird, die die Nachteile eines Apple Tablet‘s auszugleichen weiß.

Weiter zu sehen waren viele kompakte Desktop-PCs und HTPCs von Shuttle, ASRock, Zotac und einigen mehr auf Basis der neuen Intel Atom-Prozessoren mit ION2-IGP oder AMD Fusion-CPUs mit einer integrierten AMD Radeon-Grafiklösung. Diese PCs sind natürlich auch im Business-Bereich für Büroanwendungen sehr gut denkbar, da sie die nötige Leistung für Büroanwendungen mitbringen und trotzdem sehr kompakt, ressourcensparend und effizient sind.

Hersteller präsentierten für den High-End-Bereich auch einige neue Mainbords mit dem neuen Z68-Chipsatz für die neue Generation Core-i-Prozessoren mit Sandy-Bridge. Er verbindet Möglichkeiten von den Chipsätzen P67 und H67. Es lässt sich nun die IGP und der bzw. die Prozessoren übertakten.

Auch im 3D-Bereich hat sich wieder einiges getan. Revolutionen wie letztes Jahr waren meiner Meinung nach jedoch nicht zu sehen.

Gerade für mich sehr interessant war der Trend in Richtung Cloud-Computing, -Storage und die damit verbundenen Anwendungen, die als Service angeboten werden (kurz: SaaS [Software as a Service]). Hersteller wie Microsoft, Google und sogar IBM präsentierten hier ihre Lösungen und auch ERP-Riesen wie SAP, Microsoft und andere wagen erste Schritte in diesen Markt.

Was hat sich geändert?

Letztes Jahr wurde sehr viel Technik rund um und in Form von kleineren Geräten präsentiert. Dieses Jahr wurde offenbar wieder mehr „von oben“ entwickelt und hat die Innovationen in den kleineren Geräten integriert. So sah man dieses Jahr wieder einige schöne „gemoddete“ PC-Systeme mit 1200W Netzteilen und Quad-SLI oder XMG Notebooks von Schenker mit bis zu 600W Verlustleistung. Auch wenn der Markt eher begrenzt ist, war der Andrang auf diese Geräte groß. Eine sehr gute Rede von Intels Senior Vice President Mooly Eden rundete diesen Eindruck ab.

Nettes Nebenevent am Freitag: Ralf Schumacher drehte mit einigen Vodafone VIPs im McLaren SLR 722 auf einer abgesperrten Stecke, etwas abseits des Messegeländes, einige Runden. Ein Genuss für jeden, der den Geruch von Gummi und den Sound von 650 PS mag.

Fazit der Cebit 2011

Es gab nach meinem Erachten keine wirkliche Revolution. Trotzdem wurden viele Dinge weiterentwickelt und bieten so einen messbaren Mehrwert. Hier sind 80+ Platin zertifizierte Netzteile oder bürotaugliche „Small Form Factor“-PCs (kurz: SFF) zu nennen.

Auch die Ansätze für die Cloud sind interessant, jedoch bleibt abzuwarten wie die angebotenen Lösungen von den Nutzern angenommen werden. Hier bieten sich viele neue Chancen und Möglichkeiten. Diese Idee, des Arbeitens und Lebens in der Cloud, wird natürlich umso interessanter, wenn man neue Wege in das Internet über bspw. LTE bedenkt, auch hierzu wurden einige Entwicklungen vorgestellt.

Natürlich habe ich in diesem Rückblick nur einen begrenzten Einblick geben können, sämtliche Bereiche in diesem Artikel abzudecken, wäre alleine aufgrund unserer Interessen und Neigungen nicht möglich gewesen.

 
 

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