Kurztest: Signaturanwendungskomponenten

Vor kurzem haben wir einen kleinen Einblick in das Signieren von Geschäftsdokumenten - wie Rechnungen oder Verträge - gegeben. Nun haben wir die Anwendungen gegeneinander abgeglichen und stellen im Folgenden die einzelnen Vorteile und Nachteile der einzelnen Anwendungen heraus.

Für den Test ging es vorerst nur um das Signieren und Verifizieren von Dokumenten. Einige dieser Anwendungen (intarsys Sign Live! CC und OpenLimit CC Sign) bieten jedoch viel mehr als nur diese Kernfunktionen.

Governikus Signer

Zuerst ein paar Worte zum Governikus Signer. Das Produkt ist für Windows und Linux erhältlich und das Installationspaket der DEMO-Version ist rund 80 MB groß.

Die Installation gestaltet sich (unter Windows) intuitiv und schnell.

Ein Manko ist, dass es im Vergleich zu den beiden anderen Produkten keine Integration im Explorer anbietet. Vor allem für Vorgänge, die oft wiederholt werden (wie das Signieren oder Verifizieren) wäre dies von Vorteil, da es den Arbeitsablauf abkürzen kann.

Screenshot Governikus 1

Die Anwendung selber ist übersichtlich und intuitiv bedienbar. Das Lesen von Gebrauchsanweisungen entfällt hier auch für den Laien, da man durch jeden Schritt der Aufgabe sehr gut geführt wird. Folgend einige Bilder zum Vorgang des Signierens:

Screenshot Governikus 2 Screenshot Governikus 3 Screenshot Governikus 4 Screenshot Governikus 5 Screenshot Governikus 6

Und Verifizieren:

Screenshot Governikus 7 Screenshot Governikus 8 Screenshot Governikus 9

Bei jedem Arbeitsschritt wird der Nutzer geführt. Dies senkt die Einarbeitungszeit und macht die Anwendung vor allem für kleinere Unternehmen interessant, indem der Teil, der zu signierenden Dokumente eher gering ist. Wenn viele Dokumente in kürzester Zeit signiert werden sollen, wäre eine Integration im Explorer wünschenswert, die das Signieren oder Verifizieren auf zwei bis drei Klicks und ggf. die Eingabe des PINs reduziert.

intarsys Sign Live! CC

Das Installationspaket ist für mehrere Betriebssysteme (Windows, Linux und Mac) in je einer 32 und 64 Bit Version verfügbar. Die Pakete sind ca. 65 bis 75 MB groß.

In der (Windows-)Installation können viele Details der Anwendung schon voreingestellt werden. Dies gestaltet den Ablauf, verglichen zu der Installation des „Governikus Signer“, komplexer. Allerdings wird einem so schon ein Teil der Konfigurationsarbeit abgenommen, der sonst unter Umständen in der Anwendung angefallen wäre.

Die Anwendung bietet die Integration im Explorer, was das Produkt und die damit verbundenen Arbeitsprozesse dann auch durchaus schnell und gebrauchstauglich macht, da sich einige Optionen für zukünftige Vorgänge voreinstellen und dann überspringen lassen.

Öffnet man das Programm selber, wird man von einer etwas unübersichtlichen Programmmaske überrascht. Die Programmnavigation ist leider nicht immer so intuitiv, wie es wünschenswert wäre. Doch verfügt diese Maske auch über die Vorbereitung für andere Programm-Plugins bzw. andere Lizenzen, die bspw. das Batchsignieren unterstützt.

Screenshot intarsys Sign Live! CC 1 Screenshot intarsys Sign Live! CC 2 Screenshot intarsys Sign Live! CC 3 Screenshot intarsys Sign Live! CC 4

OpenLimit CC Sign

Das Produkt von Open Limit bietet lediglich Windows-Support. Es wird (zumindest bei der DEMO) nicht in eine 32 bzw. 64 Bit-Versionen unterschieden. Das Installationspaket ist knapp 100 MB groß.

Die Installation benötigt nur wenige Konfigurationen und geht recht schnell von der Hand.

Das Programm startet einen Teil der Anwendung (wie das „intarsys Sign Live! CC“) im Tray beim Windowsstart mit. Lieder fällt der Teil der Anwendung hier negativ auf, solange man andere Karten (wie die für das Banking über HBCI) verwendet, da hier permanent von der Anwendung versucht wird, ein Signaturzertifikat zu erkennen, welches im Regelfall dann nicht mit auf der Karte ist. Eine Ausnahme ist hier die Karte der Sparkasse. Das Zertifikat kann auf genau dieser Karte für das HBCI-Banking integriert werden.

 „OpenLimit CC Sign“ selber, ist übersichtlicher als das Konkurrenzprodukt „intarsys Sign Live! CC“, könnte jedoch auch intuitiver sein. Es lassen sich beim Signieren leider auch nur wenige Schritte zusammenfassen, sodass der Vorgang relativ lange dauert. Die Performance ist - in unserem Test - gegenüber dem „intarsys Sign Live! CC“ schlechter ausgefallen. Es wird für die einzelnen Operationen (PDF-Datei öffnen: 5-7 Sekunden bzw. erstmaliges signieren nach Neustart des Systems: ca. 25 Sekunden) verhältnismäßig lange benötigt.

Screenshot OpenLimit CC Sign 1 Screenshot OpenLimit CC Sign 2 Screenshot OpenLimit CC Sign 3 Screenshot OpenLimit CC Sign 4

Fazit

Der Funktionsumfang des „OpenLimit CC Sign“ ist vergleich mit dem des „intarsys Sign Live! CC“. Hier gibt letztlich der Anwendungsfall die Tendenz für die eine oder die andere Signaturanwendungskomponente. Gerade in Bezug auf eine Batch-Signatur, Scan-Support (für Aufgaben der Archivierung) oder Signatur-Server bieten hier beide Produkte einiges.

Der „Governikus Signer“ richtet sich eher an Kleinunternehmen, bei denen die Anzahl der zu Signierenden oder Verifizierenden Dokumente entsprechend klein ist.

 
 

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